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Mitarbeit im Luzerner Komitee für Kriegsgeschäfte-Initiative

Vertreter/-innen von zehn Orga­ni­sa­tio­nen aus Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft, dar­un­ter die EVP, sind sich einig: Ein Ja zur Kriegsgeschäfte-Initiative ist not­wen­dig.

Die Initia­tive for­dert eine Selbst­ver­ständ­lich­keit: Dass wir Kriege nicht län­ger finan­zi­ell unter­stüt­zen. Vor drei Jah­ren wurde eine ent­spre­chende Initia­tive in der Stadt Luzern zurück­ge­zo­gen, da die städ­ti­sche Pen­si­ons­kasse deren wich­tigste For­de­rung umge­setzt hatte.

Geld, wel­ches die Schwei­zer Bevölke­rung bei­spiels­weise in Pen­si­ons­kas­sen anlegt, wird nach­weis­lich in Kriegs­ma­te­ri­al­pro­du­zie­rende inves­tiert. Diese wie­derum lie­fern wie­der­holt Waf­fen auch in Kriegs­ge­biete und för­dern so gros­ses Leid. Suhel Haji, Vor­stands­mit­glied beim Asyl­netz Luzern: «Eure Kin­der leben wegen der Kriegs­ma­te­ri­al­fi­nan­zie­rung im Luxus, die Kin­der in Syrien ster­ben des­we­gen.» Für den Kur­den aus Syrien, inter­kul­tu­rel­len Dol­met­scher und Ver­mitt­ler, der sich zur­zeit als Sozi­al­ar­bei­ter aus­bil­den lässt, ist ein Ja zur Initia­tive des­we­gen zwin­gend.

Auch Michelle Meyer, Co-Präsidentin der Jun­gen Grü­nen steht hin­ter der Initia­tive. Sie ver­weist dar­auf, dass in der Stadt Luzern vor drei Jah­ren eine ana­loge Initia­tive zur Debatte stand. Diese wurde zurück­ge­zo­gen, da die städ­ti­sche Pen­si­ons­kasse eine zen­trale For­de­rung umge­setzt hatte. «Das Bei­spiel der Pen­si­ons­kasse Stadt Luzern – und sie ist nicht die ein­zige – zeigt, dass sol­che Betriebe auch erfolg­reich sein kön­nen, ohne Blut an den Hän­den zu haben», so Meyer. Im Gegen­teil sind nach­hal­tige Inves­ti­tio­nen lang­fris­tig sogar pro­fi­ta­bler, wie jeg­li­che Ban­ken wie die UBS sel­ber wer­ben. Ethi­sche Anla­gen loh­nen sich also auch wirt­schaft­lich gese­hen.

Felix Kuhn, Prä­si­dent der Ein­bür­ge­rungs­kom­mis­sion der Stadt Luzern, plä­diert an die huma­ni­täre Seite der Schweiz: «Würde die Schweiz in der huma­ni­tä­ren Flücht­lings­po­li­tik eine ebenso wich­tige Rolle spie­len wie in der Waf­fen­pro­duk­ti­ons­fi­nan­zie­rung, könn­ten wir stolz sein auf die Schweiz.» Der Luzer­ner Künst­ler ist wie Haji Vor­stands­mit­glied beim Luzer­ner Asyl­netz. Er betont, dass die Schweiz auf­grund ihres wich­ti­gen Finanz­plat­zes beson­ders wich­tig ist für die Finan­zie­rung der Kriegs­ma­te­ria­lien. Mit der Annahme der Initia­tive könnte die Schweiz einen Bei­trag leis­ten zu einer fried­li­che­ren Welt.

Die fol­gen­den Per­so­nen gehö­ren dem Komi­tee an:

  • Tobias Rein­mann, Prä­si­dent EVP Luzern
  • Suhel Haji, Vor­stands­mit­glied Asyl­netz Luzern
  • Michelle Meyer, Co-Präsidentin Junge Grüne Luzern
  • Mar­kus Areg­ger, GSoA-Luzern
  • Priska Birrer-Heimo, Natio­nal­rä­tin SP
  • Felix Kuhn, Prä­si­dent der Ein­bür­ge­rungs­kom­mis­sion der Stadt Luzern
  • Rahel Ester­mann, Kan­tons­rä­tin GRÜNE
  • Zoé Stehlin, Co-Präsidentin Juso Luzern
  • Urban Sager, Prä­si­dent VPOD
  • Amanda Probst, Frauen*streik Komi­tee

Link auf die Web­site zur Initia­tive: https://kriegsgeschaefte.ch